Ausbildung Tagesmutter

Als Tagesmutter arbeiten – Selbstständig oder im Tageselternverein?

Wer als Tagesmutter oder -vater arbeiten möchte, kann dies auf selbstständiger Basis oder in einem organisierten Verein tun. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Damit Sie bei der Entscheidung den Überblick behalten, haben wir zusammengefasst, welche Unterschiede es gibt.

Ausbildung und Qualifikation von Tageseltern

Die Ausbildung zur Qualifikation als Tagesmutter oder -vater beschränkt sich auf einen speziellen Kurs. Bestandteil dessen ist eine Grundausbildung und ein Nothelferkurs. Weiterhin gibt es verschiedene Weiterbildungskurse, in denen unterschiedliche Erziehungsmethoden gelehrt werden.

Das Absolvieren eines solchen Kurses ist bei Tageselternvereinen obligatorisch.

 

Der Tageselternverein: Unkompliziert aber mit Auflagen

Viele Tagesmütter sind in Vereinen organisiert. Tageselternvereine führen automatisch alle Versicherungen vom Lohn der Tagesmutter ab. Sie brauchen sich also nicht um administrative Angelegenheiten zu kümmern. Auch bekommen Sie Ihren Lohn fortgezahlt, wenn die Familie ihren Beitrag nicht entrichtet.

Der  Verdienst im organisierten Tageselternverein ist geringer, als wenn Sie als selbstständige Tagesmutter arbeiten. Einen Vertrag für das Anstellungsverhältnis stellt der Verein bereit.

Tageselternvereine gibt überall es in der Schweiz. Es kann jedoch sein, dass Sie in Ihrer Region keinen Verein finden, in diesem Fall ist die Selbstständigkeit empfehlenswert.

 

Selbstständig als Tagesmutter arbeiten

Als selbstständige Tagesmutter ist es keine Pflicht, aber ratsam, einen Kurs für Tageseltern zu besuchen. Besonders ein Nothelferkurs für erste Hilfe am Kind ist sehr wichtig und fördert das Vertrauen bei den Eltern. Für private Tagesmütter ist es essenziell, dass sie mit Qualifikationen das Vertrauen der Eltern gewinnen, da kein grosser Verein hinter ihnen steht.

Private Tagesmütter  sollten sich bewusst sein, dass sie die Versicherungen selbst abschliessen müssen: Das sind die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)  sowie eine Betriebshaftpflichtversicherung für das betreute Kind. Weiterhin müssen sie ihre Tätigkeit bei der Gemeinde, beziehungsweise dem Kanton, melden.

Ein Vertrag mit der Familie des betreuten Kindes ist obligatorisch. So können sich beide Seiten absichern. Einen entsprechenden Mustervertrag können Sie im Internet recherchieren und für Ihre Tätigkeit anpassen. Auch für die Eltern des betreuten Kindes ist ein Vertrag wichtig – dann können Sie Betreuungskosten steuerlich absetzen.

 

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Arbeit als Tagesmutter in einem Verein unkomplizierter ist: Sie müssen sich um keine Versicherung oder Verträge kümmern. Jedoch würden Sie auf selbstständiger Basis mehr verdienen, müssen aber Ihre Steuern und Versicherungen selbst abführen bzw. organisieren.
Wägen Sie ab, welche Kriterien für sie am wichtigsten sind.
 
 
 


 



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